Zudem wurden teilweise die Werbejingles des jeweiligen Hauptsponsors als Torhymne gespielt. So spielte Fortuna Düsseldorf im Jahr 1993 und Borussia Mönchengladbach ein Jahr später das Lied Ein schöner Tag des damaligen Sponsors Diebels. Kritisch setzte sich Mickie Krause einst mit „seinem“ Verein HSV in dem Lied „Hier regiert der HSV“ auseinander, da er in dem Song eher auf die Negativ-Umstände des Vereins hinweist und diese humorvoll durch den Kakao zieht. Eine Torhymne, auch Torsong oder Tormusik, englisch: Goal song oder Goal tune, ist eine circa 20 bis 40 Sekunden langer Jingle, die bei Sportarten wie Fußball, Handball oder Eishockey nach einem erzielten Tor der Heimmannschaft abgespielt wird. Coach fährt trotz enormen Drucks voller Vorfreude nach Heidenheim. Einige Vereine spielen auch Torhymnen für einen bestimmten Torschützen, oft in Anspielung an den Namen oder bestimmte Eigenschaften des Spielers. Ein Beispiel dafür ist das Lied Laut von Finger & Kadel für den Stürmer Benjamin Lauth. Auch andere Spieler des Hamburger SV wurden mit persönlichen Torhymnen bedacht, etwa Hit the Road, Jack (Hau ab, Jack) für den damals wechselwilligen Rafael van der Vaart. [2] [3] Bei Eintracht Frankfurt wurde für den Stürmer Ioannis Amanatidis sogar eine spezielle Torhymne kreiert.

[4] Auch wurden zeitweise beim FC Bayern München Tore von Franck Ribéry mit dem französischen Lied Les Champs-Elysées bejubelt. Der HSV – als einziger Verein ist der HSV von Beginn an in der Bundesliga vertreten. Bild vom 3.Mai 2014 mit der Bundesliga-Zeit. AFP PHOTO / JOHN MACDOUGALL Wenn du aus Dortmund kommst, schießt Geld hier keine Tore. Wenn du aus der Hauptstadt kommst, scheißen wir auf dich und dein Lied. „Sechs Mal Deutscher Meister, drei Mal Pokalsieger – IMMER erste Liga HSV“ ist ein überaus beliebtes Lied während des Spiels, wenn es bei der Heimmannschaft mal wieder nicht so läuft. Ein Lied, welches die HSV Fans sicherlich sehr gerne wieder einmal aus vollem Hals singen würden, ist mit Sicherheit „Wer wird deutscher Meister – HA HA HA ES VAU“. Dieser Song stammt ursprünglich aus einer erfolgreicheren Zeit des Vereins. „Hamburger Jungs – wir sind alle Hamburger Jungs“ wird von den Fans des HSV vom Stadion auf dem Weg zur S-Bahn Stellingen gern gesunden. Wir zusammen siegen nach wie vor, mach‘ kein Scheiß, los vorwärts noch ein Tor – noch ein Tor! – Deutscher Meister immer wieder mit den Farben schwarz-weiß-blau, Wir für euch, ihr für uns – HSV! Der Künstler Lotto King Karl, mit gebürtigem Namen Gerrit Heesemann, hat seiner Liebe zu seinem Verein mit dem Song „Hamburg meine Fußballperle“ deutlich zum Ausdruck gebracht.

Der Song, der im Jahr 2008 auf dem HSV-Album des Künstlers erschien, ist wohl das berühmteste Lied über den Hamburger Sportverein und gilt bis zum heutigen Tag als die offizielle Hymne des Liga-Dinos. Vor jedem Heimspiel performt Lotto King Karl, mittlerweile als Stadionsprecher des Bundesligisten tätig, dieses Lied aus einem Kran vor der berühmten Nordkurve und jeder HSV-Fan singt aus voller Kehle mit während er seinen Vereinsschal in die Höhe reckt. Samstag ziehen wir ins Volksparkstadion Und wir treiben unsere Elf dann ganz nach vorn, Felix Magath, Uli Stein, Manni, Mile die hau’n rein, unsere Jungs sind die größte Sensation Als jüngeres Werk in der HSV-Fanszene gilt „Hamburg Till i die“ von Abschlach, welches jedoch bereits aus dem Jahr 2008 stammt. St. Pauli-Trainer liefert emotionalen 14-Minuten-Monolog. Die HSV-Profis Dennis Diekmeier, Tolgay Arslan und Heung Min Son (v.l.) spielen im Ton-Studio den neuen HSV-Torsong ein. Ab sofort wird in der Imtech Arena zu den Klängen von Scooters „One“ gejubelt. Auch beim Handball und Eishockey werden Torhymnen gespielt. Beim Eishockey wurde die Torhymne früher von einem Organisten eingespielt, heute ist diese Art der Torhymne nur noch wenig verbreitet.